Alfred Cossmann

2.10.1870 Graz – Wien 31.03.1951

Biographie

Österreichischer Grafiker

Nach dem Besuch der Realschule in Graz studierte Alfred Cossmann von 1886 bis 1895 an der Kunstgewerbeschule in Wien zuerst Keramik, dann dekorative Malerei bei Karl Karger (1848-1913) und anschließend Grafik bei William Unger (1837-1932). Als Unger an die Akademie der bildenden Künste in Wien berufen wurde, folgte Cossmann seinem Lehrer dorthin und ließ sich bis 1899 weiter als Radierer und Kupferstecher ausbilden.

Cosmann beherrschte somit ein Gebiet, das zu seiner Zeit eher unmodern war, nämlich den reinen Kupferstich und er wurde ein wichtiger Vertreter der "Wiener Schule des Kupferstichs" in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er war Mitglied in verschiedenen Künstlergruppen und -vereinigungen. 1920 wurde er Professor an der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt in Wien.

Bekannt ist er zudem als Interpret der zu seiner Zeit neu erwachten künstlerischen Exlibrisbewegung, mit Beiträgen, die durch seine bis ins kleinste Detail konzentrierte Gestaltungskraft und die strenge, subtile Technik des Kupferstechers bestimmt werden.

Cossmanns Werke finden bei Grafikern und Kunstfreunden in aller Welt Beachtung und Anerkennung. Sein graphisches Werk ist in der Kupferstichsammlung der Wiener Hofbibliothek reich vertreten.

Archiv

Graphisches Lehr- und Versuchsblatt mit Beispielen zur Kupferstich- und Radiertechnik.

Radierung und Mischtechnik, mit handschriftlichen Erklärungen innerhalb der Darstellung und signiert. 31,6:11,8 cm.

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